Rückschau 2009-2012

Die Bioenergie-Region Ludwigsfelde wird seit 2009 im Rahmen des Wettbewerbs Bioenergie-Regionen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) finanziell gefördert.

Das Regionalentwicklungskonzept 2009-2012 (720,2 kB)

Der Flyer der Bioenergie-Region Ludwigsfelde (521,9 kB)

Die erste Förderphase endete Ende Juli 2012. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit des Regionalmanagements und der Netzwerkpartner konnte die Arbeit der ARGE Bioenergie-Region Ludwigsfelde nahtlos fortgeführt werden.

Zwischen 2009 und 2012 wurden folgende Aktivitäten initiiert und umgesetzt:

Begleitete Projekte

Biogasanlage ENRO und Partner

Der regionale Energieversorger ENRO will mit Partnern an seinem Firmensitz im Industriepark Ludwigsfelde eine Biogasanlage errichten. Die Stadtverordneten von Ludwigsfelde stimmten dem Antrag im Juni 2012 zu. Die Anlage soll auf Basis eines hohen Gülle-Anteils, Festmist sowie Grünschnitt 1 MW Wärme und 1 MW Strom erzeugen. Über eine Fernwärmeleitung soll die benachbarte Justizvollzugsanstalt des Landes Berlin versorgt werden. Geplamt war, die Anlage als Kooperation von ENRO, Stadtwerken, einem landwirtschaftlichen Betrieb und dem Abfallzweckverband zu realisieren.

Der Prozess konnte bis zum Ende der ersten Förderphase nicht abgeschlossen werden. Die Suche nach Umsetzungsmöglichkeiten wird daher in der zweiten Förderphase weitergeführt.

Erweiterung der Biogasanlage der Agrargenossenschaft Trebbin um eine Biogasaufbereitungsanlage

Die Biogasanlage der Agrargenossenschaft Trebbin wurde durch eine Investition in Höhe von 6,5 Mio. Euro erweitert und eine Biogasaufbereitungsanlage (BGAA) hinzugefügt. Zu Spitzenlastzeiten soll Elektroenergie auf dem Markt veräußert werden. Der überwiegende Teil des Rohbiogases wird auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist werden. Weitere Informationen.

Die Anlage wurde in der ersten Förderphase errichtet und befindet sich Anfang 2014 im Erprobungs- und technischen Optimierungsprozess. Wenn dieser abgeschlossen ist und die Aufbereitungsanlage reibungslos läuft, wird als nächste Stufe über eine weitere Ergänzung durch Power-to-Gas-Technologien angestrebt. 

Veranstaltungen

Rieselfeld Christel Fieberg / pixelio.de

In und um Ludwigsfelde wurden mehr als 50 Veranstaltungen durchgeführt und an Veranstaltungen teilgenommen. So wurden beispielsweise Veranstaltungen mit der Wirtschaftswoche Teltow-Fläming, mit der IHK Potsdam, auf Stadt- und Ortsteilfesten und bei den Schulen und Kindergärten organisiert. Zudem führten viele Einzelgespräche, beispielsweise mit Naturschutzvereinen, Schulen und Kindergärten dazu, das Netzwerk zu etablieren, die Bioenergie-Region Ludwigsfelde sichtbar zu machen und über das Thema Bioenergie zu informieren.

Moderation

Ausstellung „Gesicht zeigen“, Bioenergie-Region Ludwigsfelde Plus+

Die Ausrichtung und Moderation von Treffen zu ausgewählten Themen hat viel nutzbringende Bewegung in die Region gebracht. Hier haben insbesondere Landwirte- und Ortsvorstehertreffen, Bürgerversammlungen und Ortsbeiratssitzungen sowie die Vermittlung des Bioenergiedorfgedankens auf Veranstaltungen und Besuchsreisen zu Modellanlagen stattgefunden. Diese wurden durch das Projektmanagement unter sozialwissen-schaftlicher Begleitung von Prof. Schmuck der Universität Göttingen und seinen Mitarbeiterinnen Rachel Michels und Ines Wilkens durchgeführt.

Auf- und Ausbau von Netzwerk- und Kommunikationsstrukturen

Mit den aufgebauten Netzwerk- und Kommunikationsstrukturen erschloss die Region viele Kompetenzen und erreicht einen beachtlichen Modellcharakter in einem bundesweiten Netzwerk zur regionalen Bioenergienutzung. Von anfänglich 30 Akteuren erweiterte sich das Netzwerk in den drei Jahren auf insgesamt 330 Akteure.

Öffentlichkeitsarbeit

Zur gezielten Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation wurden in der ersten Förderphase eine Wanderausstellung präsentiert, Printmedien und Informationen auf die Internetseite gestellt sowie rund 50 Artikel in der regionalen und nationalen Presse zu den Aktivitäten des Netzwerkes veröffentlicht.